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Meine kleine Reiseapotheke

- Ein alternativer Packzettel für einen erholsamen Urlaub -

Kaum hat der Sommer losgelegt, da haben vielerorts auch schon die Ferien begonnen. Und mit diesen kommt die Frage „Was pack ich in mein Köfferchen?“. Nun könnte man zwar sicherlich bei den derzeit herrschenden Temperaturen in Erwägung ziehen, den wohlverdienten Urlaub daheim zu verbringen, doch für alle, die es in die Ferne zieht, habe ich eine kleine Reiseapotheke zusammengestellt, die platzsparend, leicht und in vielen Fällen sinnvoll einsetzbar ist. 

 

Egal ob Kopfweh, Magen-Darm-Beschwerden, Verdauungsschwierigkeiten, Erkältungserscheinungen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Sonnenbrand oder Mückenstiche - auf Reisen hat man es mit recht typischen Zipperlein (es sind ja nicht immer gleich Krankheiten) zu tun, die einem jedoch nichts desto trotz die paar Tage Freizeit ziemlich vermiesen können. Wichtig ist dabei zunächst eines: So gut die nachfolgenden Mittel auch in der Regel wirken, beachten Sie bitte auch im Urlaub die Grenzen der Selbstbehandlung! Nicht nur in bei Ihnen daheim gibt es gute Ärzte, sondern auch anderenorts. Daher: Bei starken oder unklaren Schmerzen, bei hohem Fieber, offenen Wunden, schweren Verbrennungen oder Beschwerden, die sich nach drei Tagen trotz Anwendungen nicht eklatant bessern, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Noch zu erwähnen ist auch, dass sich bei gleichzeitiger Anwendung der nachfolgenden Präparate die Wirkung ändern/aufheben kann: So verhindert z.B. die Nutzung von mentholhaltigen ätherischen Ölen die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln. Sofern Sie also noch ungeübt in der Nutzung nicht-schulmedizinischer Produkte sind, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren und zunächst nur ein Mittel nutzen. 

 

„Was pack ich in mein Köfferchen?“

In mein Köfferchen kommen auf jeden Fall ätherische Öle, ein paar Schüssler Salze und noch das ein oder andere Globuli-Röhrchen. Keine Bange, wird nicht so viel, wie es jetzt klingt. 

 

Ätherische Öle:

Ätherische Öle sind Auszüge aus Pflanzen die seit Jahrtausenden zur Linderung diverser Beschwerden eingesetzt werden. Von den rund 390.000 verschiedenen Pflanzen weltweit werden ca. 2.500 Gewächse zu den Pflanzen mit einem Anteil an ätherischen Ölen gezählt. Von diesen werden rund 500 verschiedene ätherische Öle hergestellt. Selbst ich, die ich als Aromatherapeutin tätig bin, nutze jedoch von meinen rund 60 Einzelölen und Ölmischungen in der Regel kaum mehr als 20 regelmäßig. In meine Reiseapotheke kommen sogar weniger, da ich dort aus gewichts- und platzgründen gerne auf die „Allrounder“ zurückgreife. Grundsätzlich wird von einer inneren Anwendung ätherischer Öle abgeraten und Menschen mit empfindlicher Haut empfohlen, die Öle nicht unverdünnt aufzutragen. Während der Schwangerschaft sollten einige Öle gemieden werden, da sie z.B. wehenauslösend wirken können. Für mich persönlich sind ätherische Öle jedoch seit Jahren unverzichtbar und fester Bestandteil meiner Haus- und Reiseapotheke. In mein Köfferchen kommen daher:

 

Einzelöle

  • Lavendel

Lavendel beruhigt, das wissen inzwischen viele. Doch es beruhigt eben nicht nur den Geist, sondern den gesamten Körper. So wird Lavendel nicht nur zur Entspannung und bei Einschlafstörungen angewandt, sondern auch bei krampfartigem, festsitzendem Husten oder bei Muskelverspannungen. Da das ätherische Öl des Lavendels jedoch auch gerade in puncto Haut entspannende Eigenschaften aufweist (mit dem Wort „heilen“ ist das ja immer so eine Sache...), ist es zudem gut einsetzbar bei leichten bis mittleren Sonnenbränden (bei schweren bitte unbedingt zum Arzt!), kleineren Verbrennungen, wie sie z.B. so gerne beim Kochen oder Grillen geschehen, oder auch kleineren bis mittleren Schnittverletzungen. Auch wenn sich die Haut nach einem Sonnenbad entspannen darf, ist das ätherische Öl des Lavendels, gerade auch in Kombination mit Kosöl oder Aloe, als „Aftersun“ einsetzbar. Und last but not least ist es sowohl zur Insektenabwehr großartig geeignet, als auch zur Linderung des Juckreizes oder Verhinderung einer Entzündung der Stichstelle, sollte doch einmal eine Mücke einen Treffer gelandet haben. Besonders Kinder lieben den Duft von Lavendel; ein Kuscheltier mit einem Tropfen dieses Öls hilft also sowohl bei Heimweh, als auch beim Einschlafen, wenn Mama und Papa noch auf ein Weinchen an die Hotelbar gehen. 

 

  • Nelke

Schon unsere Großeltern wussten es: Bei Zahnschmerzen hilft Nelke. Das ätherische Öl der Nelke wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend, wärmend, durchblutungsfördernd und desinfizierend. Es wird daher eingesetzt bei Zahnfleischentzündungen und Magen-Darm-Beschwerden, als Insektenschutz, zur Desinfektion (kleiner!) Wunden oder bei eitrigen Wunden. Auch bei Muskelkater wirkt eine leichte (!) Massage mit Nelkenöl schmerzstillend und durchblutungsfördernd. 

CAVE: In der Schwangerschaft sollte Nelkenöl nicht verwendet werden!

 

  • Pfefferminz

Das ätherische Öl der Pfefferminze hat eine besondere Eigenschaft: Es wärmt, wenn wir Wärme brauchen, es kühlt, wenn uns eine Erfrischung gut tut. Gerade in den Sommermonaten ist es also ein wahrhafter Genuss, nach einem heißen Tag mit Pfefferminzeöl eingerieben erfrischt in die laue Sommernacht zu starten. Die selbe Eigenschaft ist gerade im Sommer hilfreich, wenn des Nächtens warme Füße den entspannten Schlaf verhindern: Vor dem Einschlafen zwei Tropfen des Öls mit einem Trägeröl oder einer Feuchtigkeitscreme mischen und leicht in die Füße einmassieren und kühle Füße sind garantiert. Vorrangig wird das ätherische Öl der Pfefferminze jedoch bei Erkältungskrankheiten angewandt. Auf ein Taschentuch, Halstuch oder Kopfkissen geträufelt macht es die Nase frei und somit den Kopf. Auch Husten wird gelindert, da das Sekret der Bronchien gelöst wird. Kopfschmerzen, auch erkältungsunabhängig, lassen nach, da auch dort die oftmals ursächlichen Spannungen gelöst werden. Pfefferminze ist also eines der „Frei- und Reinemacher“ unter den ätherischen Ölen. 

CAVE: Die Anwendung bei Kleinkindern oder Heuschnupfen sollte unbedingt zuvor mit einem Heilpraktiker oder Arzt besprochen werden! Zudem sollte man bei gleichzeitiger Einnahme homöopathischer Mittel auf Pfefferminz verzichten, da der Mentholanteil der Pfefferminze die Wirkung der homöopathischen Mittel stark mindert!

 

  • Salbei

Es gibt rund 850 verschiedene Salbeiarten. Der häufig in Medizin und Aromatherapie verwendete „Salvia officinalis“ ist derjenige, welcher unter Herleitung des lateinischen Wortes „salvare“ (heilen) seit der Antike tatsächlich seinem Namen alle Ehren macht. Zwar findet in der Aromatherapie auch z.B. der Muskatellersalbei seine Verwendung, in der Reiseapotheke sollte jedoch zumindest der „echte“ nicht fehlen. Salbei wird klassisch bei Halsbeschwerden wie Heiserkeit oder Husten angewandt oder bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum z.B. mittels Gurgeln einer verdünnten Mischung angewendet. Auch bei verstärkter Schweißproduktion der Achseln oder Füße wirkt es unterstützend, da Salbei Einfluss auf die nervengestützte Schweißproduktion hat. Für mich ist das ätherische Öl des Salbeis (ähnlich wie Pfefferminz) ein allgemein „klärendes“ Öl: Es macht rein, frisch und klar in Kopf und Ausdruck, ist also auf jeden Fall als Allrounder prädestiniert für die Reiseapotheke.

CAVE: Kinder, Epileptiker sowie Schwangere und Stillende sollten nur nach Rücksprache mit Heilpraktiker oder Arzt Salbei anwenden, da das enthaltene Thujon toxisch wirken kann!

 

  • Zitrone 

Das ätherische Öl der Zitrone toppt jedoch in puncto Einsatzgebiete alles! Da es allein schon deshalb zu meinen persönlichen Lieblingsölen gehört, habe ich ihm bereits einen entsprechenden Beitrag gewidmet, den Sie hier finden. 

CAVE: Wie alle Zitrusöle erhöht auch das ätherische Öl der Zitrone die Lichtempfindlichkeit der Haut! Bitte also Obacht bei Sonnenschein und allgemein empfindlicher Haut!

 

Ölmischungen:

Jeder Hersteller ätherischer Öle gestaltet seine eigenen Ölmischungen. Die nachfolgend aufgeführten Mischungen sind solche der Firma Young Living.

 

  • PanAway 

Einer der Young Living-Klassiker und für mich persönlich fester Bestandteil meiner Reiseapotheke ist diese Ölmischung aus Immortelle, Pfefferminze, Nelke und Wintergrün. Zusammengestellt wurde es vorrangig, um Beschwerden der Muskulatur zu mildern, so dass Sportler nach einem aktiven Tag es gerne nutzen, um die Muskulatur zu lockern und Verspannungen vorzubeugen. Doch auch weniger Sporterprobte, die nach einer ungewohnten Radtour oder dem ersten StepArobic-Einsatz nach gefühlten zehn Jahren am Folgetag der Muskelkater plagt, werden die schmerzstillenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften dieser Ölmischung zu schätzen wissen. 

 

  • TummyGize 

Diese Ölmischung besteht aus den ätherischen Ölen von Anis, Ingwer, Pfefferminze, Fenchel, grüner Minze, Mandarine und Kardamom. Konzipiert wurde es als „Magenwohl für Kinder“, womit der ursprüngliche Anwendungsbereich geklärt sein dürfte. Doch aus eigener Erfahrung kann ich mitteilen, dass diese Ölmischung auch bei Erwachsenen lindernde Wirkung bei Verdauungsbeschwerden hat. 

 

  • R.C.

Die ätherische Ölmischung R.C. ist eine Kombination aus Myrte, Majoran, Kiefer, Lavendel, Zypresse, Schwarzfichte, Pfefferminze und gleich drei verschiedenen Arten von Eukalyptus. Wer sich bereits ein wenig mit ätherischen Ölen auskennt, wird bereits beim Lesen der Inhaltsstoffe wissen, welches das Haupteinsatzgebiet dieser Ölmischung ist. Allen anderen sei gesagt: Es geht ums Atmen! R.C. steht für „Respiratory Conditioner“ und wurde als Allrounder bei allen Erkältungsbeschwerden entwickelt. Doch auch als Raumduft ist R.C. zu empfehlen. Diese Kombination sorgt gerade in durchweg klimatisierten Hotelzimmern oder auf langen Autofahrten mit kühlender Klimaanlage für einen annehmen Raumduft bei gleichzeitiger Prävention gegen Erkältungsbeschwerden. 

 

Buchtipp:

"Die heilende Kraft ätherischer Öle" von Angela Fetzner

 

Hausfrauentipp 1:

Gelegentlich benötigt man zur sinnvollen Anwendung ein sogenanntes „Trägeröl“, also ein fettes Öl wie Mandel- oder Olivenöl. Diese werden küchentauglich meist in Glasflaschen verkauft - die man eher ungern in einem Koffer oder gar Rucksack verstaut. Ich nutze daher gerne chemieresistente Kunsstoffflaschen, bestenfalls mit einem einhändig zu öffnenden Klappverschluss mit kleinem Ausgießloch (also kein Drehverschluss mit großer Öffnung, wie z.B. Wasserflaschen ihn haben). 

 

Hausfrauentipp 2:

Auch atherische Öle werden in Glasflaschen abgefüllt. Auch hier gilt leider Bruchgefahr. Jedoch bieten einige Hersteller entsprechende Aufbewahrungssysteme an, die dafür sorgen, dass die Fläschchen nicht nur geschützt, sondern auch direkt übersichtlich sortiert transportiert werden können. Alternativ kann man jedoch auf ein Stifteetui zurückgreifen. 

 

Schüssler-Salze:

Die sogenannte „Biochemie nach Schüssler“ beinhaltet 24 Mineralsalze und gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel. Wenn sie auch wie homöopathische Mittel potenziert sind, so ist der Ansatz des Herrn Schüssler ein gänzlich anderer, als der des Herrn Hahnemann. Platt gesagt: Wo der eine ein „viel hilft viel“ propagiert, sagt der andere „je weniger, desto wirksamer“ (Heilpraktiker & Co. mögen mir diese vereinfachte Darstellung verzeihen). Angewendet werden Schüssler Salze in der Regel in Tablettenform, die man unter der Zunge zergehen lässt. Bei akuten Beschwerden wird die Einnahme von drei bis fünf Tabletten alle 15 bis 30 Minuten empfohlen. Auf Reisen bewährt hat sich jedoch auch das Auflösen von 20 bis 30 Tabletten in einer Flasche Wasser, die dann auch tagsüber griffbereit im Rucksack dabei sein kann. Besonders beliebt bei allen Freunden der Schüssler-Salze ist auch die Variante, die als „Heiße 7“ bekannt wurde: Dazu wird eine Tasse Wasser zunächst abgekocht und dann mit zehn Tabletten angereichert möglichst warm getrunken. In meine Reiseapotheke wandern folgend Mineralsalze regelmäßig:

 

  • Schüssler Salz Nr. 3 - Ferrum phosphoricum

Eisenphosphat gilt als „Erste Hilfe-Mittel“ unter den Schüssler Salzen. Es unterstützt den Sauerstofftransport im Blut und ist somit wichtig für die Energiegewinnung und den Energiehaushalt. Denn je mehr Sauerstoff den Zellen des menschlichen Körpers zur Verfügung steht, desto weniger krankheitsanfällig ist dieser bzw. desto eher können Zellen regenerieren. Wird das Immunsystem z.B. durch Verletzungen, Verbrennungen oder Entzündungen in Alarmbereitschaft versetzt, unterstützt Ferrum phosphoricum die Abwehrkräfte. Im „Entzündungsschema nach Schüssler“ ist es zudem das Salz, welches in der ersten Phase einer Krankheit einzusetzen ist (typisches Merkmal: klares Sekret).

 

  • Schüssler Salz Nr. 4 - Kalium chloratum

Kaliumchlorid ist das Mineralsalz der Drüsen des menschlichen Körpers. Es fördert die Entgiftung und den Aufbau von Faserstoffen. Im „Entzündungsschema nach Schüssler“ ist es das Salz des zweiten Stadiums (typisches Merkmal: weißes bis leicht gelbes Sekret), welches verhindert, dass sich die Krankheit im Körper festsetzt. Vorrangig angewandt wird es bei:

  • schleimigem Husten, Bronchitis,
  • „Stockschnupfen“
  • Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut, Augenbindehaut, Schleimbeutel oder Gelenke
  • weiche Schwellungen und Problemen mit dem Bindegewebe
  • Drüsenschwellungen
  • Immunschwäche, Allergien

 

  • Schüssel Salz Nr. 6 - Kalium sulfuricum

Kaliumsulfat dient (einfach gesagt) als Sauerstoffüberträger und fördert die Zellerneuerung. Es ist damit sozusagen der „Turbobooster“ der Salze Nr. 3 und Nr. 4. Dementsprechend wird es besonders bei langwierigen Beschwerden sowie einem trägen Stoffwechsel empfohlen. Im „Entzündungsschema nach Schüssler“ ist es dann auch das Mittel der dritten und letzten Krankheitsphase (typisches Merkmal: dunkles bis grünliches Sekret). Der Mineralstoff befindet sich natürlich überwiegend in der Haut, der Muskulatur, den Schleimhäuten, Knochen, Knorpeln und Nägeln und ist somit das Salz der Wahl, wenn es in diesen Bereichen zu Beschwerden kommt. Auch kommt es zum Entschlacken nach langer Krankheit zum Einsatz. 

 

  • Schüssel Salz Nr. 7 - Magnesium phosphoricum

Magnesiumphosphat ist aus meiner Sicht der Alleskönner unter den Schüssler Salzen und ist das Salz der Wahl bei Krämpfen und Schmerzen jeglicher Art. Sei es krampfhafter Husten, Muskelverspannungen, Wadenkrämpfe, Blähungen, Koliken, Menstruationsbeschwerden mit krampfartigen Schmerzen im Unterleib, (Ein-)Schlafstörungen aufgrund unentspannt kreisender Gedanken oder allgemein Nervosität - Magnesium phosphoricum ist ein erstaunlich wirksames Mittel. 

 

  • Schüssel Salz Nr. 8 - Natrium chloratum

Natriumchlorid ist allgemein auch Speisesalz bekannt. Während herkömmliches Speisesalz jedoch aufgrund der relativ hohen Mengen, die oftmals beim Kochen verwendet werden, eher ungesund ist, wirkt das Salz Nr. 8 aufgrund seiner Potenzierung gesundheitsfördernd da ausgleichend. So sorgt es z.B. für die Regulation des Wasser- und auch des Wärmehaushaltes. Zudem unterstützt es den Stoffwechsel von Sehnen, Bändern, Knorpeln, Bandscheiben und Augen und die Schleimhautbildung. Aufgrund dieser Eigenschaften wird das Salz Nr. 8 vorrangig eingesetzt, wenn es ein zu viel oder zu wenig an Wasseransammlungen im Körper gibt. Dies kann (apropos Köfferchen...) z.B. bei langen Flugreisen der Fall sein (Bildung von Ödemen in den Beinen), als auch bei Durchfallerkrankungen oder übermäßigem Schwitzen mit zu geringer Wasserzufuhr. Ein klassisches Einsatzgebiet ist auch der „Fließschnupfen“. Zudem soll Natrium chloratum Heuschnupfen lindern. 

 

Buchtipp:

Der GU-Verlag bietet viele sinnvolle Bücher zum Thema.

 

Hausfrauentipp:

Biochemie nach Schüssler wird je nach Hersteller in Glasflaschen oder Kunststoffbehältern mit Füllmengen zwischen 80 und 1.000 Stück angeboten. Glasflaschen sind zerbrechlich, 1.000 Stück zu viel. Unterwegs greife ich daher gern auf die „Zwerge“ der Firma Tupperware zurück. Die sind leicht, unkaputtbar und haben ein passendes Füllvermögen. 

 

Homöopathische Mittel:

Obgleich man immer noch und immer wieder hört und liest, dass homöopathische Mittel gerade in hoher Potenzierung aufgrund ihrer dann starken Verdünnung nicht wirken, rate ich Neulingen der Globuliszene dringend davon ab, mit Potenzen höher als D12 in Eigenregie zu arbeiten. Ab einer Potenz von C30 sollte entweder jahrelange Erfahrung oder ein entsprechender Heilpraktiker für oder gegen ein bestimmtes Mittel votieren. Aus diesem Grunde beschränken sich die nachfolgenden Angaben auch lediglich auf die Mittel und Einsatzgebiete, deren Wirkung inzwischen mehr oder minder bekannt ist. In der Regel wird empfohlen, fünf Globuli unter der Zunge zergehen zu lassen und zunächst einmal abzuwarten, ob und wie sich die Beschwerden verändern. Sollten Sie nach der Einnahme eine Verschlechterung bemerken, kann es sich durchaus um die sogenannte „Erstverschlimmerung“ handeln, der nach kurzer Zeit die Linderung folgt. Sofern die Linderung weiter voranschreitet, benötigen Sie keine weitere Gabe. Sollte später erneut eine Verschlechterung eintreten, nehmen Sie bitte nur noch drei Globuli, frühestens am Folgetag nur noch eines. Alternativ ist die zweite Gabe auch als Einnahme aufgelöster Globuli sinnvoll. Dazu werden die drei kleinen Kügelchen in einem Glas Wasser aufgelöst und nach gutem Verrühren (bitte ausschließlich mit Plastik- und nie mit Metalllöffeln!) schluckweise über den Tag verteilt getrunken. Achten Sie bitte bei der Einnahme darauf, ca. 30 Minuten zuvor und danach keine Zahnpasta oder andere mentholhaltigen Präparate zu verwenden und auf Kaffee und Schwarztee zu verzichten. Da sich das alles wesentlich komplizierter anhört, als es ist, kommen in meine Reiseapotheke und somit in mein Köfferchen:

 

  • Acconitum

Wirkt großartig bei Erkältungssymptomen, die durch Zugluft entstehen. 

 

  • Arnica 

Das Schmerz- und Schockmittel schlechthin. 

 

  • Cepa

Das homöopathische Mittel aus der „gemeinen Küchenzwiebel“ (Allium cepa) wird eingesetzt bei Erkältungen mit Symptomen, wie sie beim Schneiden einer Zwiebel auftreten (brennende, tränende Augen, wässriges Nasensekret, verschleimter Rachen).

 

  • Hypericum

Sinnvoll bei Schnittverletzungen (vor allem an den Fingern) und Quetschungen

 

  • Ledum

Das Mittel der Wahl bei Insektenstichen

 

  • Rhus tox

Angezeigt bei Sehnenverletzungen und Muskelkater

 

Buchtipp:

Auch hierzu bietet der GU-Verlag viele sinnvolle Bücher zum Thema.

 

Hausfrauentipp:

Hier nutze ich am liebsten die bereits bestückten „Hausapotheken“, die in jeder Apotheke zu erwerben sind. Diese sind in den Potenzen D12 oder auch C30 gut erhältlich. Andere Potenzen (oder auch Bestückungen mit konkreten Mitteln) können meist auf Nachfrage bestellt werden. Diese „Hausapotheken“ beinhalten in der Regel die gängigen homöopathischen Mittel, abgefüllt in kleinen Röhrchen und gut geschützt durch z.B. eine Lederhülle. 

 

Wenn Sie nun an diesem Punkt des Artikels angelangt sind, bleibt mir nur noch, Ihnen einen wundervollen Urlaub zu wünschen - aus dem Sie bitte gesund und erholt zurückkehren, ohne auch nur einen der oben genannten Tipps benötigt zu haben. 

 

Genießen Sie die Zeit - es ist Ihre :-)!

 

Silke Schmidt

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