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Seifen sieden mit ätherischen Ölen

Beim Seifensieden streiten sich die Götter, ob man das mit ätherischen Ölen machen sollte. Die einen sagen, man benötige so viel ätherisches Öl, bis die Seifen den Geruch abgeben, dass die Verwendung keinerlei Sinn macht. Die anderen sagen, die Wirkung auf Haut und Gemüt bleibt dieselbe, auch wenn der Geruch kaum wahrnehmbar ist. Also: Probiert es aus und entscheidet selbst ;-)

 

Ihr braucht:

  • Pürierstab
  • Feinwaage,
  • laugenbeständiges Rührgefäß,
  • laugenfeste Handschuhe,
  • kleines Sieb,
  • laugenfestes Thermometer (Glas- oder Infrarot-Thermometer),
  • Laugenschutzmaske,
  • Schutzbrille,
  • Rührlöffel
  • Form

 

Zutaten für die Lauge:

  • 110 g NaOH,
  • 300 ml Wasser

 

Ätherische Öle:

  • 36 ml eurer Wahl

 

Zum Anrühren der Lauge geht am besten nach draußen und legt die Sicherheitsausrüstung an. Gebt das NaOH ins Wasser, nie (!) umgekehrt. Vorsicht! Die Dämpfe der Lauge nicht einatmen! Die Lauge wird heiß, ist hoch ätzend und darf keinesfalls an Haut, Augen, Atemwege oder sonstiges gelangen!!!

 

Die simpelste Seifenrezeptur ist das sog. „25er-Rezept“. Es besteht aus 4 flüssigen Ölen bzw. festen Fetten zu je 1/4.

 

Beispiel:

  • 225 g Kokosöl,
  • 225 g Olivenöl,
  • 225 g Mandelöl und
  • 225 g Rizinusöl.

 

Rührt die Lauge an und lasst sie abkühlen. Schmelzt die festen Fette und gebt die flüssigen Öle dazu. Haben Öle/Fette und die Lauge dieselbe Temperatur von 30° bis 35° C gebt langsam die Lauge durch das Sieb ins Ölgemisch. Nun erst mit dem Rührlöffel rühren und wenn es fester wird die ätherischen Öle hinzugeben und mit dem Pürierstab pürieren bis alles eine puddingartige Konsistenz hat.

 

Gebt die Masse in die Form und lasst alles 2 Tage ruhen. Erst aus der Form herausnehmen wenn die Seife fest ist. Doch auch dann ist noch Geduld angesagt: Die Seife kann erst nach frühestens 6 Wochen genutzt werden!

 

TIPPS:

Ihr könnt das Wasser zum Anmischen der Lauge auch am Vortag abwiegen und einfrieren, dann wird sie beim Mischen nicht so heiß.

 

Achtet beim Abwiegen des NaOH immer penibel auf Genauigkeit! Ein Zuviel an NaOH kann gefährlich sein.

 

Wer mehr, weniger, andere Zutaten verwenden möchte, findet hier einen „Seifenrechner“: https://www.naturseife.com/Seifenrechner/index.php

 

Und nun stillt meine Neugierde? Nutzt ihr ätherische Öle zur Seifenherstellung? Wie sind eure Erfahrungen?

 

Herzlichen Gruß

Silke

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PicCredit: Mrdidg / Pixabay

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